Kommen wir nun zu den Schwachstellen. Es gibt zwar weniger davon als bei anderen Anbietern, aber sie sind durchaus real.
Höhere Preise als die Konkurrenz
ist der häufigste Kritikpunkt an Airalo im Jahr 2026. Laut den Daten von eSIMs.io liegt der Durchschnittspreis bei Airalo bei 25,96 $ pro Paket, gegenüber nur 14,33 $ bei Redteago oder 15,27 $ bei GoMoWorld. Der Anbieter belegt Platz 22 von 38 Anbietern nach Durchschnittspreis. Bei beliebten Reisezielen wie Japan ist der Preisunterschied deutlich zu erkennen: Ein 1-GB-Paket von Airalo kostet etwa 4,00 € / 4,50 $, gegenüber 1,30 € bei , also , was bedeutet, dass bei gleichem Datenvolumen und gleicher Laufzeit 3-mal günstiger ist.
Kundensupport nur auf Englisch
Die Benutzeroberfläche der Airalo-App ist in 12 Sprachen verfügbar, darunter auch Französisch. Der Kundensupport antwortet jedoch nur auf Englisch. Für einen französischsprachigen Nutzer, der am Flughafen Narita festsitzt und dessen eSIM sich nicht aktivieren lässt, kann diese Einschränkung schnell zu einem echten Stressfaktor werden. Mehrere aktuelle Trustpilot-Bewertungen weisen auf diese Schwierigkeit hin, insbesondere wenn der KI-Chatbot am Thema vorbeiredet.
Kein unbegrenztes Datenvolumen ohne Fair-Use-Richtlinie
Airalo bietet zwar Flatrates für bestimmte Reiseziele an, aber Vorsicht: Alle diese Tarife unterliegen einer Fair-Use-Policy. In der Praxis wird deine Geschwindigkeit, nachdem du zwischen 1 und 10 GB bei voller Geschwindigkeit verbraucht hast (je nach Reiseziel), bis zum Ende der Gültigkeitsdauer gedrosselt (Throttling). Es ist zwar unbegrenzt, aber nicht mit der Geschwindigkeit, die du dir vorstellst.
Netzwerk-Routing, manchmal ins Ausland
Ein eher technischer, aber wichtiger Punkt: Laut Tests von eSIMs.io kann der Datenverkehr von Airalo über ein weit entferntes Land geleitet werden, bevor er die Website erreicht. Bei einem Test in Vietnam wurde der Datenverkehr beispielsweise über Singapur geleitet, was zu einer erhöhten Latenz führte. Dies kann folgende Auswirkungen haben:
- Verzögerungen bei Videoanrufen
- Langsameres Laden bestimmter Websites
- Fehler in Banking-Apps (die dich im Ausland vermuten, obwohl du dich eigentlich woanders befindest)
- Probleme mit standortbezogenen Diensten
Zahlung hauptsächlich in Dollar
Airalo akzeptiert mehrere Währungen, doch der Dollar bleibt die Standardwährung. Für einen Europäer, der in Euro bezahlt, kann dies zu Bankumrechnungsgebühren von 1 bis 3 % führen, zuzüglich der Wechselkursschwankungen. Im Vergleich zu voilà, das die Preise direkt in Euro anzeigt, ohne Zwischenhändler.